Alltag und Filmpropaganda, Die „Kriegsfilmchronik“ der Stadt Stuttgart, 1941-1944 Filmvorführung…

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Alltag und Filmpropaganda, Die „Kriegsfilmchronik“ der Stadt Stuttgart, 1941-1944 Filmvorführung…

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In den Jahren 1941 bis 1944 hat die Stadt Stuttgart eine filmische Kriegschronik erstellen lassen, die – wie es in der Verfügung des damaligen NS-Oberbürgermeisters Karl Strölin hieß – die **Leistungen der Stadtverwaltung im Krieg** auf Zelluloid festhalten sollte. In diesem Zusammenhang sind 58 Filme mit 7.800 Metern Lauflänge entstanden, die schwarz-weiß und stumm auf 16mm-Schmalfilm gedreht wurden. Darunter zum Beispiel "Eine Kriegsferntrauung im Standesamt Stuttgart", "Verwundetenfahrt im Aussichtswagen der Stuttgarter Straßenbahnen" und „Lebensmittel-Sonderverkaufsstelle für Juden in der ehem. Gastwirtschaft ‚Zum Kriegsberg‘". Aufgenommen wurden diese Filme von dem in Düsseldorf geborenen Regisseur und Produzenten Jean Lommen (1892-1974). Die Kriegsfilmchronik wirkt auf den ersten Blick dokumentarisch. Die Filmaufnahmen sind aber NS-Propaganda, weil sie die Leistung der Stadtverwaltung im Krieg überbetonen. Sie suggerieren, dass trotz des Krieges der Alltag der Großstadt reibungslos zu laufen scheint. Viele Aspekte der NS-Herrschaft und des Krieges werden in den Filmen nicht gezeigt – Gewalt gegen politisch Andersdenkende, Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung oder die Unterdrückung und Ausbeutung der von deutschen Truppen besetzten Gebiete in ganz Europa. In seinem Vortrag zeigt Dr. Günter Riederer eine Auswahl dieser Filme und ordnet sie in einen größeren Zusammenhang ein. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie manipulativ Bilder wirken können – auch ganz ohne KI. Beschreibung: Tuttlingen, CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/).
Übernommen aus der Datenquelle Open Data Germany (DZT). Verbindlich sind die Angaben des Veranstalters. Kategorie und Hashtags hat Out&About ergänzt. Tuttlingen CC BY-SA 4.0 Herkunft und Lizenzhinweise (AGB Ziffer 12)